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Traditionelle Musik in Japan – Vielfalt und Reduktion 29. April 2015, 19:00 Uhr

Vortrag von Prof. Dr. Ingrid Fritsch

Während einige Bereiche der japanischen Kultur wie Ikebana, Teezeremonie oder Holzschnitte bei uns schon seit mehr als 100 Jahren bekannt und geschätzt sind, ist die traditionelle Musik Japans im sogenannten Westen immer noch relativ wenig im Bewusstsein verankert. Dies mag, neben historisch-politischen Ursachen, auch an einer gewissen „Fremdheit“ der Klänge liegen, beziehungsweise an einer Voreingenommenheit der an westliche Harmonien gewöhnten ausländischen Beobachter, die sich auch im 20. Jahrhundert nicht scheuten, beim Anhören japanischer Musik Parallelen zu allerlei Tierlauten und Folterinstrumenten zu ziehen.

Im Vortrag werden mit Bild- und Tonbeispielen einige Musikgattungen kurz vorgestellt und grundlegende ästhetische Prinzipien, deren Verständnis zum adäquaten Hören wesentlich ist, verdeutlicht.

 
Sankyoku-Ensemble Karikatur (Jichôsai, ents. 1768–1784),
aus: Tokyo geijutsu daigaku (Hg.): Kichô-toshoten


Prof. Dr. Ingrid Fritsch
Nach Abschluss eines Klavierstudiums in Darmstadt Promotion (Musikwissenschaft / Musikethnologie) 1978 sowie Habilitation (Japanologie) 1997 in Köln 2003 Ernennung zur außerplanmäßigen Professorin am Ostasiatischen Seminar der Universität zu Köln, Abteilung Japanologie. Mehrfach Lehraufträge sowie Lehrstuhlvertretungen in den Fächern Japanologie und Musikethnologie an Universitäten in Deutschland und Österreich. Forschungsschwerpunkte: Kulturwissenschaft, Musik- und darstellende geinô-Künste, Konstruktionen kollektiver Identität und ihre mediale Vermittlung.

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Mittwoch, 09. Mai 2018
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